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Film
2015
Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht
Mit voller Macht zurück ins Kino!
Michael ist begeistert von Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht
Nach meiner nicht ganz so ernst gemeinten Review auf derfilmtipp.de von gestern erzähle ich euch nun, wie mir Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht wirklich gefallen hat. Dabei werde ich versuchen so viele Spoiler wie möglich zu vermeiden. Fuck you, Spoiler! Los geht’s!

Episode 7 spielt gut 30 Jahre nach Rückkehr der Jedi-Ritter, also nach dem Fall des Imperiums. Während „die Macht“ und die alten Geschichten schon zu einem Mythos verkommen sind, ist der Frieden nie ganz eingekehrt. Es tobt noch immer ein Kampf zwischen der Rebellion und der First Order – einem Ableger der dunklen Seite. Innerhalb dieses Konflikts steigen neue Helden empor, aber auch etwas Böses wird geboren.

Angst und Zweifel verfliegen nach Sekunden. Sobald als der alte Schriftzug eingeblendet wird pocht das Herz. Kindheitsgefühle. Alles wirkt so vertraut. Atmosphärisch hat der sicherlich gut beratene Regisseur J. J. Abrams das super hinbekommen. Nicht zuletzt liefert er natürlich eine Omage an die alten Filme nach der anderen. Von einer gealterten Cantina Band über Ruinen und Requisiten wie verrotteten AT AT’s oder dem verstaubten Millenium Falcon.

Aber es gibt auch signifikante Unterschiede. Aus den Rebellen und dem Imperium sind nun Widerstand und Erste Ordnung entstanden. Und im Vergleich zu Episode 1 werden Gags bei Nummer Sieben sehr dezent, familiengerecht und spaßig inszeniert. Nicht übertrieben, nicht gewollt, nicht zu kindisch. Was aber vor allem gefällt ist, dass sich der Film nicht lange mit unnötiger Detailliebe aufhält. Immer wieder geht es rund! Verfolgungsjagten, Schießereien, Schwertkämpfe – spannend ist es im Prinzip immer.

Und doch wird uns ausreichend Zeit geboten, um uns an der Wiederkehr bekannter Gesichter zu erfreuen, was vor allem Han Solo, Chewbacca und Leia betrifft. Harrison Ford ist in die Jahre gekommen, spielt aber mit einer sichtbaren Freude an der Rolle. Auch Carrie Fisher liefert ordentlich ab und ist mit ihrem sympathischen Auftreten ein Gewinn für die Geschichte. Es knistert noch immer zwischen beiden. Und sie haben ein dunkles Geheimnis. Und dann sind da noch R2D2 und C3PO, die irgendwie nicht mehr ganz zeitgemäß wirken, aber gerade dadurch den Nostalgieeffekt noch erhöhen.

Ihr merkt schon. Mit der Story will ich nicht so richtig rausrücken. Ich beschäftige mich lieber erst mal mit den Figuren. Und da gibt es ja jede Menge neue Gesichter zu bestaunen. Hervorheben möchte ich da John Boyega als Stormtrooper Finn. Er ist ein Gewinn und macht einfach nur Spaß. Dass die besten Gags von ihm kommen war nicht unbedingt zu erwarten nach den Trailern. Und Daisy Ridley macht mit ihrem charmanten Akzent eine mehr als Jedi-taugliche Figur. Einige Talente von ihrer Figur Rey spoilern einen ein wenig, stören tut das aber kaum.

Oscar Isaacs X-Wing-Pilot Poe Dameron ist richtig cool. Der Name seiner Figur erinnert ein bisschen an Con Air (Cameron Poe). Ist es Zufall, dass auch der die meiste Zeit im Flieger sitzt? ;) Auf jeden Fall gefällt mir die Beziehung zwischen Finn und ihn Poe. Und die dunkle Seite? Adam Driver ist als Kylo Ren von Beginn an voll in der Story und bei weitem nicht so trashig wie ein Darth Maul. Gefallen tun mir auch seine Schwächen, die ihn nicht so übermächtig erscheinen lassen. Warum ausgerechnet Kylo Ren Darth Vaders Erbe antreten will ist mir noch nicht ganz klar. Zweitsichtung und Recherche sind hier Pflicht.

Snoke (Andy Serkis) aka Surpreme Leader wird beeindruckend in Szene gesetzt, leider wirken hier die CGI-Effekte nicht ganz ausgereift. Er sieht aus, wie eine Mischung aus Gollum und Thanos. Leider wird er auch so in die Geschichte eingewebt. Nicht das erste Mal, dass es ein wenig nach Drehbuchschwäche riecht. Domhnall Gleeson dagegen begeistert mich so richtig. Er ist ohnehin einer der Männer 2015. Frank, Ex Machina und bester Mann in Unbroken. Seine Wutrede als General Hux und dessen optischer Verfall, hach, weltklasse Overacting!

Leider kann man das nicht von allen Namen behaupten, mit denen sich Das Erwachen der Macht schmückt. Oscar-Gewinnerin Lupita N’Yongo kommt als Maz Kanata zum Beispiel viel zu kurz. Auch „Game of Thrones“-Fans könnten von Gwendoline Christies Dasein enttäuscht sein. Und Mark Hamills Auftritt? Ist keine Überraschung. Manche Zuschauer könnten aber verwundert sein, über seinen sehr kurzen Gastauftritt.

Abgesehen davon bekommen wir ein paar nette Cliffhanger geboten und doch ist der Film in sich abgeschlossen. Die 3D-Effekte haben sich endlich mal wieder gelohnt und Daniel Mindel liefert uns eine fantastische Kamerajagd ab, die mit zu den größten Stärken des Films zählt. Die Effekte sind bombastisch, der Score von John Williams ebenso. Alt und Neu so miteinander zu verbinden muss den Jungs erst mal einer nachmachen.

Beim Drehbuch mache ich wie oben bereits erwähnt kleine Abstriche. Der große „Evil Plan“ der dunklen Seite ist schon arg bei J. J. Abrams Star Trek kopiert. Hier hätte ich gerne mehr Innovation gesehen. Dafür trennt sich Reihe schon im ersten Film von einer wichtigen Figur. Das ist mutig und konsequent, wird aber nicht jedem gefallen. Ich kann damit leben, weil mit Tod dieser Figur „Platz“ geschaffen wird. Die letzte Szene war mir allerdings ein bisschen zu sehr Panem. Sehr gewollt, sehr melodramatisch.

Spannung:????
Action:????
Erotik:
Humor: ???
Gewalt:
Herz:?

-
Fazit
-
Ich könnte noch Stunden über den Film reden. Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht legt einen fulminanten Start hin und legt die Messlatte für seine Nachfolger sehr hoch. Klasse Effekte, rasante Action, Spannung pur. Dazu tolle neue Figuren und jede Menge Nostalgie. Lediglich in einigen Details ist das Drehbuch noch verbesserungswürdig, aber wer weiß, was uns da noch alles erwartet. Möge die Macht mit uns sein!
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Film
2015
Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht
41
18
1
IMDB
8.2 von 10
Genre
Fantasy, Action, Science Fiction, Adventure
Länge
136 Minuten
Handlung
30 Jahre sind seit dem Untergang des Imperiums vergangen und unter der neuen Republik hät sich die Galaxie gewandelt. Doch aus den Resten der imperialen Truppen hat sich eine neue Bedrohung entwickelt, die erste Ordnung. Ihr Ziel ist es zu alter Stärke zurückzufinden und den Mann zu jagen und zu vernichten, der das Imperium zu Fall gebracht hat. Angeführt vom bösen Kylo Ren ist die erste Ordnung nicht nur dabei die Republik zu stürzen, sondern will auch Luke Skywalker gefangen nehmen. Der ist jedoch seit Jahren verschwunden und selbst seine Freunde Han, Leia und Chewbacca wissen nicht, wo Luke steckt.
Regisseur
J.J. Abrams
Besetzung
Mark Hamill als Luke Skywalker
Carrie Fisher als Leia Solo
Harrison Ford als Han Solo
Anthony Daniels als C-3PO
John Boyega als Finn
Daisy Ridley als Rey
Adam Driver als Kylo Ren