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Film
2006
Crank
Sinnlos-Action, die Sinn macht
Franziska ist begeistert von Crank
Eigentlich favorisiere ich Filme, die in sich logisch sind. CRANK ist sicher keiner von denen und dennoch mag ich den Film sehr gern. CRANK nimmt sich selbst nicht besonders ernst, also tue ich das auch nicht.

Die Charaktere sind allesamt Stereotype: der chinesische Drogenboss, der Auftragskiller mit seiner verplanten Freundin, für die er natürlich das Geschäft hinter sich lassen will… Die Frau wird auf ihre Optik reduziert und die Logiklöcher sind mehr als offensichtlich. CRANK ist aber einer dieser Filme, wo das egal ist. Denn der Film macht einfach einen rießen Spaß. Dies liegt nicht nur an der abgedrehten Story, die der gesamte Cast ausgesprochen gut verkauft, sondern besonders an Kamera, Musik/Ton und Schnitt. Die Kamera filmt immer mal wieder aus der Ich-Perspektive. Dadurch können auch die Symptome von Chevs Krankheitsverlauf dargestellt werden und gleichzeitig fühlt man mit dem Protagonisten mit. Neveldine und Taylor schaffen eine ganz eigene Bildsprache, die mitreißt und begeistert.

Der Film thematisiert einen Überlebenskampf. Während das in anderen Filmen zu dramatischen „Könnte ich doch nur noch einmal…“-Monologen führen würde, ist das bei Chev kein Thema. Die Figur des Chev reagiert auf die lebensbedrohlichen Umstände mit Witz und Zynismus, den Jason Statham derart trocken bringt, dass man nur lachen kann. Der Humor bedient auch in Teilen Stereotype und Vorurteile. In anderen Filmen würde man das vielleicht geschmacklos finden, hier passt es gut zum Ton des Films. Alle Figuren sind in irgendeiner Form abgefucked. Sie stecken in einer Spirale aus Sex, Macht und Gewalt. Ein Leben wird schnell wertlos, wenn es einem nicht mehr nutzt. Und doch lacht man mit und über Chelios und begleitet ihn auf seinem Rachefeldzug.

5/6 bzw. 8/10
5
0
Film
2006
Crank
7
1
0
IMDB
7 von 10
Genre
Action, Crime, Thriller
Länge
88 Minuten
Handlung
Als Chev Chelios in seiner Wohnung aufwacht, erinnert er sich nicht mehr daran, was die letzte Stunde passiert ist. Glücklicherweise findet er im Wohnzimmer eine DVD, die ihm die ersten Minuten seines Schlafes dokumentiert: der Kriminelle Ricky Verona und sein Bruder schlugen ihn zusammen und injizierten ihm dann ein chinesisches Gift, das sich schnell in seinem Körper ausbreitet.
Regisseur
Mark Neveldine, Brian Taylor
Besetzung
Jason Statham als Chev Chelios
Amy Smart als Eve
Efren Ramirez als Kaylo
Jose Pablo Cantillo als Ricky Verona
Dwight Yoakam als Doc Miles
Carlos Sanz als Carlito