en

KRITTIQ IM
APP STORE

KRITTIQ IM
PLAY STORE

Film
2013
5 Senses of Fear
Abgedrehter Sinnesrausch
Heiko ist begeistert von 5 Senses of Fear
#HORRORCTOBER 2016 - Film Nr. 8

Ich mag die Spielart des Episodenfilms im Horrorgenre wirklich sehr. CREEPSHOW, GESCHICHTEN AUS DER SCHATTENWELT oder die Amicus-Produktion GESCHICHTEN AUS DER GRUFT: dies sind nur drei von unzähligen Produktionen und drei meiner liebsten. Das Konzept des eigentlich fürs Fernsehen entstandenen 5 SENSES OF FEAR ist so einfach wie erstmal interessant: die fünf Geschichten sind den Sinnen des Menschen gewidmet.

Riechen, sehen, fühlen, schmecken und hören. In dieser Reihenfolge erzählt der Film von einem Parfüm mit unwiderstehlichen Wirkung, einem Augenarzt der Erinnerungen aus der Tränenflüssigkeit seiner Patienten zieht (!), einem blinden Jungen der nach einem Autounfall seiner Eltern sich gegen einen wahnsinnigen Mörder verteidigen muss, einem sehr seltsamen Job-Interview und einem fragmenthaft erhaltenen Musikstück mit tödlicher Wirkung, welches ein Dokufilm-Team versucht zu rekonstruieren.

Dabei sind die Geschichten durch eine darin immer wieder auftauchende, geheimnisvolle Firma und wiederkehrenden Figuren miteinander verwoben. Man wähnt als Zuschauer, dass spätestens in der letzten Episode alles auf ein größeres Ganze hinausläuft, wobei der Film mit den Erwartungen (bewusst?) spielt. Die letzte Episode, gekonnt in ihrem Found Footage-Stil in den Film eingefügt, bricht plötzlich ab und lässt einen etwas unbefriedigt zurück.

5 SENSES OF FEAR versucht innerhalb des Genres des Anthologienfilms sich wie ein großes Mysterium zu geben, bewusst einiges im Dunkeln zu lassen. Es ist ein guter Ansatz, wobei das größte Problem ist, dass die Episoden über fühlen und schmecken fragmenthaft und wie Stückwerk wirken. Am rundesten ist gleich die erste Episode, die wie eine Folge von TALES FROM THE CRYPT wirkt. Die gewünschte Subversivität des kompletten Films wirkt, trotz seines Potenzials, manchmal etwas aufgesetzt. Auch wenn man hier und da eine kleine, schwarzhumorige (damit kann die recht kurze Schmecken-Episode punkten) Kritik am modernen Arbeitsleben entdecken kann. technisch ist bei 5 SENSES OF FEAR alles im grünen Bereich und bietet zudem einige herbe Effekte. Mit mehr Sorgfalt bei der Ausarbeitung des Filmkonzepts wäre dies sogar ein kleiner Geheimtipp und nicht “nur” ein interessanter und überdurchschnittlicher Episodenfilm.
100 Krittiqs
2
0
Film
2013
5 Senses of Fear
1
0
0
IMDB
4.9 von 10
Genre
Horror
Länge
88 Minuten
Handlung
From the people that brought you Steve Niles' Remains and Dead Souls comes a terrifying new anthology film based on the human senses...
Regisseur
Eric England, Nick Everhart, Emily Hagins, Jesse Holland, Miko Hughes, Andy Mitton
Besetzung
Nicholas Tucci
Symba