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Film
2001
Wet Hot American Summer
Camp as camp can!
Heiko findet Wet Hot American Summer okay
Am letzten Tag vor der Heimreise wollen die Jungs und Mädels vom Camp Firewood nochmal alles geben... und rummachen, dass sich die Balken biegen. Egal ob Obermacho Andy, der sympathische Verlierer Coop oder sogar die Campleiterin. Irgendwie möchte es dort jeder mit jedem treiben.

Eine kleine Indie-Komödie, immerhin mit einigen bekannten Namen wie Janeane Garofalo, David Hyde Pierce, Bradley Cooper oder Paul Rudd besetzt und die Netflix sogar zur Serie gemacht hat. Ein unentdeckter Schatz? Fast. WET HOT AMERICAN SUMMER ist eine hübsch ausgestattete Parodie auf Camp-Filme der 80er Jahre. Eine interessantes Vorhaben der Writer Michael Showalter und David Wain eine komödiantische Strömung des Kultjahrzentes auf die Schippe zu nehmen. Die größte Schwachstelle des Filmes ist seine Unentschlossenheit. Das wirkt zäh am Anfang; viele Pointen zünden nicht so richtig. Mit weiterer Laufzeit findet man seinen Weg und seine Art, die am Besten funktioniert, wenn es ins absurde abdriftet. Hier zünden die Gags zwar auch nicht zu 100%,aber häufiger als zu Beginn.

Auch ein kleines Manko sind die durchschnittlichen Leistungen der Darsteller. Manche bemühen sich redlich, bei anderen sprüht der Funke nicht über. Seine schrägen Einfälle und die hübsche Ausstattung (trotz der im Hinterkopf herumschwirrenden Erkenntnis, dass man es mit einem Low Budget-Werk zu tun hat) können dafür punkten und helfen über manchen schwächeren Einfall hinweg. WET HOT AMERICAN SUMMER findet seinen Weg eben leider etwas zu spät, obwohl er einen recht ambitionierten Eindruck hinterlässt. Dann nimmt er ein hohes Tempo auf und feuert einige sehr gut funktionierende Gags ab. Ohnehin ist es angenehm, dass man anders als die Vorbilder nicht ins Zotige abdriftet. Etwas mehr Mut würde dem Film dafür gut stehen. Dafür, dass vor allem das (körperliche) Zwischenmenschliche das Thema Nummer 1 der Camper ist, bleibt es recht brav und angezogen. Da war man selbst in den konservativen 80ern offener.

Man kann darüber hinwegsehen. Zum größten Teil ist es eine Komödie, die angenehm straight erzählt ist, dabei aber teils etwas holprig und unbedarft wirkt. Wenigstens ist der bittere Bruch mit einigen Storyklischees der 80er-Filme erst irritierend, aber glaubhafter als in den Vorbildern. Das funktioniert wunderbar ist ist insgesamt ein guter Abschluss für eine Komödie mit kleinen Ladehemmungen.
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Film
2001
Wet Hot American Summer
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IMDB
6.7 von 10
Genre
Comedy, Romance, Indie
Länge
97 Minuten
Handlung
Der Sommer 1981 neigt sich dem Ende zu und im Camp Firewood bricht der letzte Tag der Feriensaison an, an dem jeder sich vornimmt, das nachzuholen, was er in den Wochen zuvor versäumt hat. In all dem Chaos versucht Campleiterin Beth, einen kühlen Kopf zu bewahren und für Ordnung zu sorgen. Doch schließlich erwischt es auch sie, als sie sich in den Astrophysiker Henry verguckt.
Regisseur
David Wain
Besetzung
Janeane Garofalo als Beth
David Hyde Pierce als Henry
Marguerite Moreau als Katie
Michael Ian Black als McKinley
Zak Orth als J.J.
A.D. Miles als Gary
Paul Rudd als Andy