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Film
2016
Doctor Strange
Marvels visuelles Feuerwerk
Franziska ist begeistert von Doctor Strange

Viel erwartet habe ich nicht. Nach all den Superheldenfilmen dieses Jahr, von denen mir abgesehen von CIVIL WAR und vielleicht noch DEAPOOL nichts so wirklich gefallen hat, waren meine Erwartungen gedämpft. Und das, obwohl ich Haupt- und Nebendarsteller wirklich mag.

Umso größer war dann meine Überraschung als sich nicht nur herausstellte, dass DOKTOR STRANGE um einiges lustiger ist als die anderen Marvelfilme sondern auch ein visueller Augenschmaus. Die Vergleiche mit MATRIX und INCEPTION sind berechtigt und der Gang ins 3D-Kino sei hiermit empfohlen. Es lohnt sich.

Im Vorfeld hatte die Besetzung von Tilda Swinton als "The Ancient One" den Unmut von einigen Fans auf sich gezogen, weil die Rolle in der Comicvorlage ein Asiate war. Im fertigen Film wirkt Swinton aber weder deplatziert noch überflüssig. Ganz im Gegenteil. Bei einem hauptsächlich männlichen Cast verträgt der Film durchaus einen höheren Frauenanteil, zumal Rachel McAdams weitestgehend nur als Stichwortgeberin auftritt.

Benedict Cumberbatch liefert eine gewohnt gute Leistung ab, auch wenn er einige Logiklöcher nur schwer nachvollziehbar machen kann. Aufgrund der flüssigen Erzählung werden nämlich manche Elemente gar nicht erst erklärt geschweigedenn vom Zaubermeister hinterfragt.

5/6 bzw. 8.5/10
3
8
Gerade 3D war doch hier völlig nutzlos. Visuell so überladen, dass man vor lauter Farben und Effekten überhaupt nichts mehr sehen kann. Gerade im Vergleich zu Inception ist das hier völlig unterlegen. Der konzentriert sich nämlich bewusst auf klare Effekte und lässt sie so nicht zu einem breiigen Selbstzweck verkommen. Lustig war er, ja. Cumberbatch spielt sogar zum zweiten Mal in einem Spielfilm (nach Imitation Game) gut und nicht so lustlos wie in vielen anderen Filmen. Aber die Geschichte, die Effekte, die Erzählweise: Schwach
Ich finde, Cumberbatch spielt eigentlich immer gut. Außer in INTO DARKNESS und ZOOLANDER 2 (keine Ahnung was das sollte). Auch den 3D-Effekt fand ich gelungen. Die kaleidoskopartigen Actionszenen werden ja nur punktuell eingesetzt, von daher fand ich das schon in Ordnung. An INCEPTION kommt natürlich so schnell kein Film ran, aber ein völliges Desaster war es auch nicht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Finde ich nicht. Cumberbatch enttäuscht mich fast immer. Nicht nur Star trek, auch Black mass, Hobbit, inside wikileaks... er wird halt gerade von der halben Welt gefeiert, weil er super sympathisch is. Aber in Filmen bleibt seine Leistung meist nur irgendwo im Mittelmaß hängen, leider. Naja, schlecht war er ja nicht, der Film. Aber halt auch nichts besonderes. Kaum Individualität. Letztlich ist es egal, ob das nun doctor strange, spiderman, ironman oder der hulk ist. Es ist ein bunter brei, der unterhaltsam ist, aber genau so mutlos. Und dadurch einschläfernd. Bin immer enttäuschter, je öfter sich marvel selbst kopiert, ohne von der Stelle zu treten.
Aber Marvel ist doch erfolgreich. Daher werden die sicher nichts an ihrem Konzept ändern. Ich kann deine Superheldenfilm-Müdigkeit durchaus nachvollziehen. Es sind einfach zu viele. Und nur ein Drittel ist ernsthaft erwähnenswert, da bin ich auch total dabei. Aber Superheldenfilme sind in erster Linie Cloudpleaser. Es geht darum einen Großteil des Publikums gut zu unterhalten. NATÜRLICH fehlt es daher an Individualität. Die erwartet auch keiner.
Aber Erfolg ist doch kein Gradmesser für Qualität... Und doch, ich erwarte schon individualität. Sonst kann ich nur auch zwei oder drei Filme immer wieder anschauen
Für mich ist das alles das Gleiche. Was wäre denn in deinen Augen ein individueller Superheldenfilm?
Einer, der mal etwas Neues bietet und irgendwie eigene Ansätze zeigt. Was das ist, kann ich nicht sagen. Bin weder in der Position, noch kenn ich mich bei Comics genug aus. Aber beispielsweise Suicide Squad, auch wenn es sicher kein perfekter Film ist, traut sich mal nen anderen Weg durch den Umbau in ein halbes Musical und durch den Fokus auf Verbrecherhelden. Interessantes Stakkato-Erzählen, das trotzdem einen umfänglichen Hintergrund der wichtigen Figuren liefert. Der war mal anders. Fand ich gut.
Also ich fand gerade die Dialoge und tiefe der Charaktere für einen superheldenfilm neu... das Motiv Superheld aus dem Wunsch mehr zu sein und seinen Fähigkeiten einen Sinn zu geben ist doch erfrischend anders neben den ganzen Rache, Mein Papa/Onkel hat es gesagt bzw. Daraus resultierende Schuld oder Ich bin eben einfach Soldat... dass das Konzept Superheldenfilm nicht abweicht ist für mich auch ein Genre Thema
Film
2016
Doctor Strange
8
4
1
Genre
Fantasy, Action, Science Fiction, Adventure
Länge
115 Minuten
Handlung
Doctor Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein arroganter, aber auch unglaublich talentierter Neurochirurg. Nach einem schweren Autounfall kann er seiner Tätigkeit trotz mehrerer Operationen und Therapien nicht mehr nachgehen.
Regisseur
Scott Derrickson
Besetzung
Benedict Cumberbatch als Dr. Stephen Strange
Chiwetel Ejiofor als Karl Mordo
Tilda Swinton als Ancient One
Rachel McAdams als Christine Palmer
Mads Mikkelsen als Kaecilius
Benedict Wong als Wong
Michael Stuhlbarg als Nicodemus West