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Film
2014
Interstellar
Packender Weltraumepos
Franziska ist begeistert von Interstellar
INTERSTELLAR macht die Möglichkeit auf, das „da draußen“ vielleicht niemand ist, zumindest nicht in der Form, wie wir uns das vorstellen. Das Thema Glaube wird permanent indirekt thematisiert. Während Cooper zunächst noch an seine Familie denkt und ausrechnet, wieviel Erdenjahre welches Manöver bedeutet, verliert er irgendwann den Glauben an eine Rückkehr. Der Astronaut Dr. Mann (Matt Damon), den die Rettungsmission auf einem Planeten findet, zeigt aber auch auf, wie egoistisch man werden kann, wenn man jeden Glauben verloren hat. Desweiteren werden Themen wie Umweltverschmutzung, außerirdisches Leben, das Konzept der Zeit und das Spannungsfeld aus Wissenschaft und Religion behandelt.

Unterlegt wird alles von Hans Zimmers sehr orgellastigen und epischen Soundtrack, der hin und wieder zum Requiem verkommt. Das Hauptthema ist gleichzeitig traurig, aber auch wunderschön und voller Hoffnung. nicht verändert, sondern nur ausgeweitet.

Vom Cast her kann man überhaupt nicht meckern. Entgegen der üblichen Nolan-Stammbesetzung sind dieses Mal „nur“ Michael Caine und Anne Hathaway mit dabei. Dies tut der Story aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil die „neuen“ Castmitglieder (Matthew MacConaughey, Jessica Chastain, John Lithgow…) sorgen für ordentlich Abwechslung. Zu nennen wären da noch die Computer TARS, CASE und KIPP. Diese auf den ersten Blick eher unhandlichen Quader sorgen dafür, dass die Crew an Bord nicht durchdreht, beispielsweise durch Humoreinstellungen von 100%.

Leider ist die Handlung an vielen Stellen völlig überfrachtet. Es steckt unglaublich viel drin und beim ersten Mal Gucken ist es unmöglich alles zu erfassen und zu decodieren. Es ist nicht so wie bei INCEPTION, wo am Ende alle Fragen geklärt sind – abgesehen vom Ende vielleicht. INTERSTELLAR verzettelt sich gegen Ende. Man kommt völlig durcheinander wo und wann man sich gerade befindet. Zudem ist manchmal das Handeln von Cooper nahe an der Unglaubwürdigkeit. Er glaubt seiner Tochter sofort, die einen Geist hinter ihrem Bücherregal vermutet und hinterfragt auch nicht den Binärcode und die Morsezeichen, die er zu Beginn des Films erhält. Hier taucht das Motiv des Glaubens wieder auf. Entweder der Zuschauer glaubt es oder nicht. Nichtsdestrotrotz ist INTERSTELLAR ein spannendes und mitreißendes Weltraumepos.

5/6 bzw. 8/10
317 Krittiqs
6
0
Film
2014
Interstellar
77
15
3
IMDB
8.6 von 10
Genre
Drama, Science Fiction, Adventure
Länge
169 Minuten
Handlung
Was Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten seit Jahrzehnten prophezeien, ist eingetreten: Die Menschheit steht kurz davor, an einer globalen Nahrungsknappheit zugrunde zu gehen. Die einzige Hoffnung der Weltbevölkerung besteht in einem geheimen Projekt der US-Regierung, das von dem findigen Wissenschaftler Professor Brand geleitet wird.
Regisseur
Christopher Nolan
Besetzung
Matthew McConaughey als Cooper
Anne Hathaway als Brand
Jessica Chastain als Murph
Michael Caine als Professor Brand
Casey Affleck als Tom
Ellen Burstyn als Old Murph
Matt Damon als Dr. Mann