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Film
2014
Wir waren Könige
Die Polizei dein Freund und Helfer?
Heiko ist begeistert von Wir waren Könige
Gute deutsche Genrefilme. Sie sind selten, aber: es gibt sie. Wir waren Helden schwankt zwischen Milieudrama und Polizeithriller. Trotz seiner schablonenartigen, angerissenen Figuren, trotz der vielleicht klischeehaften Darstellung. Die Geschichte um Mitglieder einer SEK-Einheit, deren Räumungseinsatz einer Wohnung eines Drogendealers gehörig schief geht, kann von Beginn an fesseln. Es entwickelt sich zu einer fatalen Verstrickung zwischen den scheinbar über allem stehenden Mitgliedern der Einheit, zwei rivalisierenden Jugendbanden und einem 13-jährigen Jungen, welcher mit seinem Willen, unbedingt wo dazu gehören zu wollen, das entscheidende Zünglein an der Waage sein wird.

Wir waren Helden zeichnet fantastisch die fatalen Auswirkungen von Gruppendynamik in einem Problembezirk einer namenlosen Stadt, der einen mit seiner Stilistik die Stimmung in diesem Bezirk schnell spüren lässt. Die Angespanntheit mancher Figuren überträgt sich auf den Zuschauer, die Spannungskurve wird so sehr gut aufgebaut. Dies lässt sogar manche schnell herbeigeführte, konstruiert wirkende Wendungen in der Handlung vergessen. Die gute Beobachtungsgabe für bestimmte Stimmungen und die gut agierenden Darsteller reißen das wieder raus.


Wir waren Helden ist in seiner Art angenehm rau und vermittelt fernab von irgendwelcher Karacho-Action eine Härte (und harte Umwelt), die in dem Milieu, in dem er sich bewegt, durchaus vorkommen kann. Es bleibt glaubhaft und auf dem Boden, obwohl er sich nicht um psychologisch gut herausgearbeitete Charaktere setzt, nicht arg distanziert ist. Wie er das Geschehen mit Genremitteln einfängt, ist dafür sehr gut umgesetzt.
100 Krittiqs
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Film
2014
Wir waren Könige
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IMDB
6.6 von 10
Genre
Crime, Thriller
Länge
107 Minuten
Handlung
Irgendwo in einer namenlosen Trabantenstadt in Deutschland stürmt ein Sondereinsatzkommando der Polizei eine Wohnung. Der vermeintliche Routineeinsatz wird dem Team zum Verhängnis. Bei dem Zugriff wird einer der Beamten aufgrund mangelhafter Ausrüstung schwer verletzt. Der Täter kann fliehen.
Regisseur
Philipp Leinemann
Besetzung
Ronald Zehrfeld als Kevin
Frederick Lau als Jacek
Hendrik Duryn als Brandes
Misel Maticevic als Mendes
Torben Liebrecht als Lennard
Bernhard Schütz als Willmund
Thomas Thieme als Harthmann