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Film
2015
True Story - Spiel um Macht
Perfides Darsteller-Duell
Michael findet True Story - Spiel um Macht okay
Weder für Jonah Hill, noch für James Franco ist "True Story" wirklich die Feuertaufe in Sachen Ernsthaftigkeit. Beide haben bereits ihre Flexibilität preisverdächtig bewiesen. Und doch ist es, als würde man zwei besten Freunden beim Erwachsenwerden zusehen.

Ihr komödiantischer Background ist hierfür aber weder hinderlich, noch besonders hervorzuheben. Sie finden als Schauspieler einfach gut in ihre Rollen und demonstrieren verdammt spielfreudiges Dramakino.

Noch schöner ist, dass der Film trotz wahren Geschehnissen und einer Frage, die am Ende nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden kann, trotzdem besondere Momente liefert. Der Trick ist dabei nicht neu, aber passend. "True Story" ist nämlich viel weniger ein böser Thriller a la "Gone Girl" oder "Sieben", als viel mehr ein Blindflug in die emotionale Gefühlswelt zweier völlig verschiedener Typen.

Zwar werden bitterböse Elemente eingestreut, bei denen man sich kurz an den Magen fassen möchte, doch stehen hier die Charaktere deutlich über dem faktischen Ursprungsplot. Und dass Jonah Hill & James Franco dieses Kunststück meistern, freut mich.
Es geht extrem viel Storytelling über Mimik und Gestik. Beide machen das super und werden kameratechnisch dabei noch eindrucksvoll in Szene gesetzt. Jede Einstellung ein Treffer. Der Film verdient seinen Nebentitel "Spiel um Macht" und schafft Spannung durch kleinste Hirneffekte.

Spannung:????
Action:
Erotik:
Humor:
Gewalt:
Herz:?

Warum ich ihm kein Herz gebe? Der Score hätte etwas finsterer und aufdringlicher sein dürfen, die Nebenrolle von Finkels Frau etwas besser gespielt. Außerdem hat "True Story" trotz bewusstem Zappelnlassen unverkennbare Längen. Das Ende wird nicht jedem gefallen, aber es lädt definitiv zum Nachdenken ein.

Mehr Filme: derfilmtipp.de
3
0
Film
2015
True Story - Spiel um Macht
0
5
0
IMDB
6.3 von 10
Genre
Drama, Thriller, Mystery
Länge
100 Minuten
Handlung
Der Journalist Michael Finkel (Jonah Hill) hat sich bis an die Spitze geschrieben, davon zeugen die gerahmten Magazincover an seiner Bürowand und vor allem der Name seines Arbeitgebers "New York Times". Doch Finkel begeht einen journalistischen Kardinalfehler. Für seinen neuen Artikel verlässt er sich nicht auf Fakten, sondern bedient sich seiner Vorstellungskraft – und wird gefeuert.
Regisseur
Rupert Goold
Besetzung
Jonah Hill als Michael Finkel
James Franco als Christian Longo
Felicity Jones als Jill Barker
Maria Dizzia als Mary Jane Longo
Ethan Suplee als Pat Frato
Conor Kikot als Zach Longo
Charlotte Driscoll als Sadie Longo