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Film
2017
Jackie
Kein Biopic im eigentlichen Sinne
Franziska ist begeistert von Jackie
Ein eigenartiger Film. Von Biopics bin ich eigentlich gewohnt, dass die betreffende(n) Person(en) in möglichst positivem Licht dargestellt wird/werden. Dieses Biopic ist da anders. JACKIE macht gar nicht erst den "Fehler" zu glorifizieren. Er schaut einfach drauf. Ohne Vorurteile und falsche Zementierung eines Kultstatus. Die drei Zeitebenen verschwimmen bald zu einem irrierenden Bild. Das brave Frauchen, die First Lady, die das Weiße Haus neu dekoriert. Die trauernde Ehefrau, die mit dem gewaltsamen Tod ihres Mannes fertigwerden muss. Die kühle und kalkulierende Strategin, die das Vermächtnis ihres Mannes verwaltet. All das mag nicht zusammenpassen und ergibt auch am Ende kein ein großes Ganzes.

Vielleicht könnte man JACKIE deshalb auch als Anti-Biopic bezeichnen. Der Film ist eher eine Charakterstudie, ein Film über den Umgang mit unvorhersehbaren Ereignissen, über den Umgang mit Trauer und dem Verlust eines geliebten Menschen.

In einer seiner letzten Rollen sehen wir John Hurt als Priester. Es sieht echt komisch aus, wenn er am offenen Grab steht. Und dann ist da noch Natalie Portman, die einfach grandios spielt und alle Widersprüche ihrer Figur einfach "sein lässt". Am Ende des Films hat man nicht das Gefühl die porträtierte Person, also Jackie Kennedy, wirklich zu kennen. So richtig sympathisch ist sie auch nicht. Und doch irgendwie spannend.

5/6 bzw. 8/10
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Film
2017
Jackie
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Genre
Drama, Biography
Länge
99 Minuten
Handlung
An account of the days of First Lady, Jacqueline Kennedy, in the immediate aftermath of John F. Kennedy's assassination in 1963.
Regisseur
Pablo Larraín
Besetzung
Natalie Portman als Jacqueline Kennedy
Peter Sarsgaard als Robert Kennedy
Greta Gerwig als Pamela Turnure
Billy Crudup als The Journalist
John Hurt als The Priest
Max Casella als Jack Valenti
Sunnie Pelant als Caroline Kennedy