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Film
2014
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern
Eine besonders starke Frau
Sophie ist begeistert von Still Alice - Mein Leben ohne Gestern
Alice (Julianne Moore) ist eine angesehene Kognitionswissenschaftlerin, die sich insbesondere mit dem Spracherwerb beschäftigt. Voll bitterer Ironie sind daher die ersten Wortfindungsstörungen, die trotz ihres jungen Alters auf eine fortschreitende Alzheimer-Erkrankung hindeuten. Wie geht eine Frau, die sich über ihre Intelligenz definiert, mit einer Krankheit um, die sie eben jener Kapazitäten beraubt? Wie geht eine liebende Mutter damit um, dass sie ihren Kindern mit großer Wahrscheinlichkeit eine tödliche und qualvolle Krankheit vererbt hat? Still Alice widmet sich vor allem diesen Fragen und betrachtet alle Ereignisse aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur. Das kann dazu führen, dass wir als Zuschauer von einem plötzlichen Zeitsprung aus der Bahn geworfen werden. Aber so wie Alice nach und nach das Zeitgefühl verliert, müssen auch wir uns immer wieder neu orientieren.

In der Stärke der Figur und in ihren Bemühungen an ihrer Selbstbestimmung festzuhalten, liegt das eigentliche Drama. Still Alice erzählt die Geschichte einer selbstbewussten und unabhängigen Frau, die nicht nur ihrer körperlichen Degeneration entgegen blickt, sondern auch ihrer fortschreitenden und schließlich vollkommenen Abhängigkeit. Damit bietet Alice einen deutlich größeren Identifikationsrahmen als dies mit einer ausschließlich pathologischen Perspektive der Fall wäre. Alice ist mehr als ihre Diagnose, nämlich eine Frau, die sich sowohl durch ihre wissenschaftliche Karriere als auch durch ihre Mütterlichkeit auszeichnet und damit eine Komplexität besitzt, wie wir sie bei weiblichen Filmfiguren viel zu selten sehen.

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17 Krittiqs
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Film
2014
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern
8
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IMDB
7.5 von 10
Genre
Drama
Länge
101 Minuten
Handlung
Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer. Ihre jüngste Tochter Lydia, die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffe
Regisseur
Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Besetzung
Julianne Moore als Alice Howland
Kate Bosworth als Anna Howland-Jones
Shane McRae als Charlie Howland-Jones
Hunter Parrish als Tom Howland