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Film
2016
Hidden Figures
Unterschätzt und spät gewürdigt
Franziska ist begeistert von Hidden Figures
Auch wenn er in keiner der drei Oscarkategorien gewann, steht HIDDEN FIGURES für den möglichen Anfang einer Zeitenwende. Nachdem im letzten Jahr kein einziger afroamerikanischer Darsteller nominiert war, nachdem abermals der Hashtag #OscarSoWhite zum Trending Topic wurde und einige Filmemacher aus Protest gar nicht erst zur Oscarverleihung erschienen, war dieses Jahr alles anders. Neben FENCES und MOONLIGHT war auch HIDDEN FIGURES mehrfach nominiert. Und nachdem letzterer eine späte Würdigung von großartigen, unterschätzten Talenten ist, passt er inhaltlich wirklich gut in diese Awardseason.

Was recht schnell auffällt, ist die Chemie im Cast. Die gute Laune, der Witz und die Unerschrockenheit unter den afroamerikanischen Darstellern sind ansteckend. Auf der Gegenseite hat man mit Jim Parsons und Kirsten Dunst zwei Darsteller gefunden, die jeweils Formen des Rassismus repräsentieren. Parsons kann man aus vollem Herzen hassen, da seine Figur den Rassismus regelrecht zelebriert und sein Falschliegen auch nicht einsieht, während Dunsts Figur für den Typ "Ich bin kein Rassist, die Gesetze sind nunmal so." steht und letztendlich auch Wiedergutmachung leistet.

Neben den schauspielerischen Glanzleistungen fällt auch der Soundtrack positiv auf, weil man permanent mitschnippen oder -tanzen möchte. Warum wird erst in den Credits deutlich, wo die Namen Hans Zimmer, Pharrell Williams ("Happy" - ICH, EINFACH UNVERBESSERLICH 2 ) und Benjamin Wallfisch zu lesen sind. Besonders die erstgenannten sind ja was Soundtracks angeht alte Hasen und dementsprechend konnte das nur gut werden.

Sämtliche Formen des Alltagsrassismus werden thematisiert: von getrennten Toiletten über getrennten Wasserspendern oder getrennten Eingängen bei öffentlichen Gebäuden. Auch wenn inhaltlich nicht alles historisch korrekt ist, so stimmt doch der Kern. Und somit macht der Film - bis auf kurze Längen - alles richtig.

5.5/6 bzw. 9/10
317 Krittiqs
4
0
Film
2016
Hidden Figures
6
1
0
Genre
Drama
Länge
126 Minuten
Handlung
Hidden Figures ist die unglaubliche, noch nie erzählte Geschichte von Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson herausragende afro-amerikanische Frauen, die bei der NASA gearbeitet haben und in dieser Funktion als brillante Köpfe einer der größten Unternehmungen in der Geschichte gelten: Sie haben den Astronauten John Glenn in die Umlaufbahn geschickt.
Regisseur
Theodore Melfi
Besetzung
Taraji P. Henson als Katherine Johnson
Octavia Spencer als Dorothy Vaughn
Janelle Monae als Mary Jackson
Kevin Costner als Al Harrison
Aldis Hodge als Levi Jackson
Kirsten Dunst als Vivian Michael
Glen Powell als John Glenn